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AdventAdvent

Mittwoch, 6. Dezember 2006

Wenn wir das Ende nicht ertragen, lesen wir das Buch nochmal

Die zwei Männer in weiss hielten Franz fest umklammert als er auf dem Kiesweg tobte.
„Er wird auch euch holen. JA EUCH, ihr seid alle verdammt!“
Franz riss sich los und versuchte zu Flüchten. Der Größere seiner Begleiter hatte ihn innerhalb weniger Meter eingeholt und warf ihn zu Boden. Die kleinen Steinchen bohrten sich in seine Wange. Er schrie wie der Weihnachtstruthahn, den er Tage zuvor selbst erlegt hatte. In der Zwischenzeit hatte sie auch der Zweite wieder eingeholt, gemeinsam versuchten sie Franz zu Boden zu drücken.
„Kommen Sie, beruhigen Sie sich!“
Doch Franz hatte nicht vor sich zu beruhigen, er schrie, flehte – sie müssen ihn loslassen, sonst könne er das Schlimmste nicht verhindern.
Schließlich kam ein weiterer Mann angelaufen, er würde Franz helfen, ganz bestimmt:
„Bitte, er wird uns alle holen!“
Der Mann sah ihn mit erobenen Brauen an und Franz wusste: Der verstand auf was er hinaus wollte.
„Bitte“
„Meine Herren, lassen sie den Mann los, sehen sie nicht, dass er etwas Wichtiges zu sagen hat?“


Irritiert ließen sie von ihm ab, der Mann half Franz dabei aufzustehen.
„Entschuldigen sie bitte, meine Kollegen sind ab und an etwas übermotiviert. Erzählen sie mal was sie so aufgeregt hat.“
Franz begann zu sprechen – es sprudelte aus him heraus: Alle widerlichen Details und der hinterhältige Masterplan des Bösen.

Im Augenwinkel sah er wie der Mann einen länglichen Gegenstand aus der Tasche holte. Noch bevor Franz begriff was hier passierte wurde ihm plötzlich schwarz vor Augen.

Als er wieder zu sich kam waren die Weissen gerade dabei ihn auf einem Krankenbett festzuschnallen, Franz wollte etwas sagen, doch seine Zunge lag wie Blei in seinem Mund.
Wie aus weiter Ferne hörte er wie sie über ihn sprachen:

„Warum ist er eigentlich hier?“
„Er hat das Tomturbo Buch seiner Tochter – immer und immer wieder gelesen, weil ihm der Schluß nicht gefiel – an Heiligabend ist er dann durchgedreht und hat die ganze Siedlung niedergebrannt.“

Franz sah das verwirrte Gesicht des Zweiten, er spürte wie er wieder das Bewußtsein verlor - das Böse hatte wohl diesmal gewonnen

Montag, 4. Dezember 2006

This is my favourite home and I’m not ashamed to run around naked

Als Kind gab es für mich nichts schöneres als nackt herum zu laufen. Bei jeder Gelegenheit hab ich die Wäsche runtergelassen und bin geflitzt. Selbiges verlangte ich natürlich von meinen Barbiepuppen – Ken lag mit sämtlichen weiblichen Pendants in Bett. Meine Oma fand das garnicht toll, sprach von orgastischen Zuständen; dass sich das nicht schickt – und überhaupt würden sich die Puppen (und ich auch) ja verkühlen.

Irgendwann wurde ich älter und bemerkte, dass meine Eltern ähnliche Vorlieben haben (Nackt sein, nicht diese Barbie und Ken Geschichte) und irgendwie war mir das schwer peinlich. Jede Person die ich mit nach Hause brachte lief Gefahr „Mommy“ oder „Poppy“ unbekleidet anzutreffen. Auf die Thematik angesprochen meinten die nur: „Bist gschamig oda wos?“ Gschamig wär ja nicht das Problem gewesen, aber erklär mal deiner Klasse warum die Kollegin die zum Lernen da war den Schniedel von deinem Papa gesehen hat.

Ich dachte jahrelang, ich wäre mit dieser Problematik allein – schließlich konnte ich meine Freund(innen) schlecht fragen: „Du sagmal gammeln deine Alten auch immer nackert im Haus umanand?“ Also blieb ich mit meinen Fragen allein, bis ich irgendwann mit dem Ex-Freund vor der Wohnung seiner Eltern stand und er zu mir meinte: „Kannst kurz draussen warten, ich mag schaun ob meine Eltern eh anzogen sind.“


Inzwischen habe ich meine eigene Wohnung – und nackt herumgammeln gehört zu meinen Lieblingsbeschäftigungen.

there's my coach, he's looking down, the disappointment in his knitted brow

Er versuchte seine Entäuschung zu verbergen als der Wagen an ihm vorbei fuhr. Es wäre nichtmal so schwer gewesen – fünf kleine Wörter, nicht mehr und nicht weniger. Alles nicht so schlimm. Doch nun fuhr sie an ihm vorbei – und sie konnte sehen wie er mit den Tränen kämpfte. Er hatte es zu Hause geübt, tagelang. Hatte seine Klassenkolleginnen immer wieder gefragt, wie er es schaffen kann ein Gespräch mit ihr anzufangen. Er hatte alles geplant, er würde ein bisschen Smalltalk führen und sie dann fragen ob sie mit ihm ausgeht. Die Ferien sollten die besten seines Lebens werden.

In seinen Gedanken lief die mißglückte Unterhaltung in der Dauerschleife:
Hallo
Hi
Wie gehts denn so
Gut, die Ferien fangen heute an. Und selber?
Gu...Gu...Gut

Sie strich sich das Haar aus dem Gesicht,
ihm musste etwas einfallen um das Gespräch aufrecht zu erhalten
Ha...Ha...Hast du in den Ferien schon, ähm Ha..Ha...verdammt
Wie bitte?

Sie sah ihn mit ihren großen Augen an, offensichtlich verstand sie nicht worauf er hinaus wollte
I...Ich...wo...wo...wollt..ee dich fragen, ha...ha...scheiße
Bitte?
Wa..Wa..Was machst du in den Fe...
Hey, da kommt meine Mutter – ich muss dann los, wir sehen uns im nächsten Schuljahr! Ich wünsch dir schöne Ferien! Tschüss


Und schon saß sie im Wagen ihrer Mutter

Möchtest du mit mir ausgehen? Kam es lautlos über seine Lippen. Hier waren sie die Ferien, und sie war weg.
Er fühlte sich, als hätte er beim Endspiel ein Eigentor geschossen und ihm wurde klar, dass nichts so schlimm ist, als die Entäuschung über die eigene Person

Sonntag, 3. Dezember 2006

Finger weg von meiner Paranoia

WAS? WIE?
Du machst das Fenster zu? Schön für dich aber das heisst noch lang nicht, dass es wirklich zu ist. Kaufen wir ein paar Bananen? Jaja, such du aus – aber bitte keine braunen, keine nicht zu grünen, aber so richtig gelb und reif mag ichs auch nicht, wart – ich such selber aus.
Du schenkst mir eine CD? Wieso tust du das? Und vorallem – was wirst du irgendwann als Gegenleistung einfordern?
Magst du mich? Ich mag dich, aber magst du mich so wie ich dich, weil wenn nicht dann müssen wir das ausgleichen
Aber was tu ich wenn du mich weniger magst als ich dich?
Die Dinge müssen drei sein, um zu funktionieren
, zumindest beim Refrain, oder beim CD kaufen, oder Obst – eins ist auch ok, aber zwei geht garnicht. Drei ist eine schöne Zahl wie ich finde.

Ich mag es nicht, wenn sich etwas meiner Kontrolle entzieht, dazu kommt ein durchaus latenter Hang zum Mißtrauen. Alles ist fein, solange ich es kontrollieren kann. Das geht so weit, dass ich das Objektiv der Kamera fest umkralle wenn die eigentlich scharf stellen will.

Para = neben, Nous = der Verstand - also quasi neben dem Verstand - Ich stehe weit neben mir...

Freitag, 1. Dezember 2006

last christmas i gave you my heart, but the very next day you gave it away

Hiermit eröffne ich das erste Fenster des Adventkalenders 2006, und welcher Song würde sich besser eignen, als jener der uns Jahr für Jahr fast dreissig Tage um die Ohren geschmettert wird und unsagbar nervt.

Es gibt ja eine Vielzahl von möglichen Herangehensweisen an die „gebrochenes-Herz-Thematik“. Man kann es auf eine witzige Art tun und feststellen, dass der Partner nun halt einfach weg ist und man ganz allein dasteht. Man kann sich in verzweifelt-aggressiver Weise seinem gebrochenen Herzen widmen und fragen warum zum Henker der andere nicht einfach ehrlich gewesen ist als man ihn gefragt hat ob er denn das selbe fühlt. Oder man macht es so wie George Michael das tut. Kitschig, nervig und obendrein 100%ig talentfrei. Bringt man den Song dann noch im Kontext einer Zeit in der die Tränendrüsen sowieso bis zum Bersten gefüllt sind und die Gesellschaft gierig nach pseudo-besinnlich-Traurigem lechzt, dann ist die Kacke perfekt.

Wie die Geier stürzen sich Radio- und TV-Sender auf solche Songs, und was bleibt dem Otto-Normal-Musikhörer (und auch denen die sich etwas gehaltvolleres wünschen) über als sich der 24 Stunden Beschallung von „Last Christmas“, „War is over“ und Co hinzugeben. Man entkommt dem ja nicht. Ob es nun die Supermärkte, die Radiosender oder die Programmvorschauen der Fernsehsender sind, es gibt kein Entkommen – gnadenlos müllen sie uns Jahr für Jahr mit denselben schlechten Liedern zu. Und so ganz ehrlich: Wen wunderts, dass sich bei solchen Weihnachtssongs in den Wochen vor dem Ereignis, der gesamtgesellschaftliche Stimmungsgau anbahnt.


dawegi

Samstag, 24. Dezember 2005

weihnachtsmann, fick dich du fettes schwein - wir wollen das christkind!!!

einen guten song zum 24. auszuwählen ist garnicht so einfach
ich habe beschlossen einen von unseren zu nehmen (und bei dieser gelegenheit gleich mit trommelwirbel den bandnamen zu präsentieren)

(the) lost art of living a life - früher als später

als wir damals da so saßen
dachte ich bei mir
es würde ewig so bleiben
inzwischen wird mir immer stärker klar
unser zug ist abgefahrn
um wieder in der selben station einzufahrn

ich geh dann
lieber früher als später
denn es macht keinen sinn
sich nur im kreis zu drehen
und nur auf der stelle zu stehn**



die einzige aufnahme die ich davon besitze ist von der 5. oder 6. probe und ist damit etwas, das ich in dieser form nicht der öffentlichkeit zugänglich machen will.

wer das gute stück gerne hören möchte kann sich ja mal zu uns in den proberaum bequemen und sich das stück in voller dröhnung geben ;))


Weihnachten bei uns:
nach einem kleinen nachmittagsschläfchen haben sich Joey und Muh traditionsgemäß sich zuerst die Bäuche am Raclettegriller vollgeschlagen und anschließend Bescherung gemacht.

Für den Joey hatte das Christkind das parat:






für frau muh gabs:


besonders gefreut hab ich mich über das: (katzenpuzzle)





soooo und zuletzt möchte ich allen freunden denen ich keine sms geschrieben habe frohe weihnachten wünschen.

und ganz spezielle grüße an die bagage aus dem hohen norden - sowohl bekannte bands als auch der hardcore festival bagage.
man sieht sich spätestens beim nächsten festival (novarock zB)



** irgendwie komisch etwas das man selbst geschrieben hat online zu stellen

mit dem fenster 24 lasse ich mir noch ein wenig zeit

heute morgen bin ich um 9.00 aufgehupft und gleich einkaufen gefahren. das war sogar fast noch erträglich ;)

ich hab mir 30min zeit genommen und meine sozialstudie zum thema: zivilisierte menschen im ausnahmezustand fortgeführt

einigermaßen gutgelaunt eingekauft
chillig mit einem kleinen körberl einkaufen gewesen, ruhig von einem regal zum nächsten bewegt - leute beobachtend - die wagerlmässig auffahr oder frontalzusammenstöße produzierend gestresst und hektisch durch die gänge gewetzt sind.

aggressionspotential nach wie vor unschön
einen typen hab ich gesehen der seinen sohn gewürgt hat
mitten im supermarkt ... leider war ich in dem moment zu geschockt um überhaupt was zu sagen - also hab ich ihn nur mit großen kuhaugen angeschaut während ich für mich überlegt habe ob das grad WIRKLICH passiert ist
ein anderer hat seine frau angeschrieen
2x hätt mich fast jemand mit seinem wagerl überfahren und ein typ war kurz vorm auszucken, weil er nicht so schnell vorangekommen ist wie er das wollte...

wonder
eine alte frau zahlt mit einem hunderter - das geld wird angenommen
ein schwarzer zahlt mit einem 100er - dieser wird unter die schwarzlichtlampe gehalten
äääm?
also eine blinde oide der jeder der ihr rausgibt locker häuslpapier geben könnt und sie würds nicht merken ist vertrauenserweckend als ein schwarzer im business/freizeitoutfit mit kleinkind.
gut zu wissen

blödheit fast unerreicht
ein voller parkplatz
damit parkplätze frei werden müsste man die autos die rauswollen rausfahrn lassen, damit man sein vehikel dann auf den parkplatz bewegen kann
klingt logisch?
ist es aber nicht

wenn ich nicht schon so hungrig gewesen wäre hätt ich mich glatt noch ein bissl am parkplatz gestellt und leut beobachtet.



die weihnachtsfeier gestern war auch ein voller erfolg.
wegi und ich haben die meute komplett abgefüllt
übrig geblieben is auch fast nix

sehr schön - so mag ich das ;)

fenster 23

diese woche war eine einzige fickt das system woche

daher: song zum tag: farin urlaub - lieber staat

Lieber Staat
Ich fühle mich so rundum wohl in dir
Lieber Staat
Es weht ein Wind von Freiheit hier
Du erklärst mir immer wieder, was erlaubt ist und was nicht
Lenkst mein Leben jeden Tag und bist furchtbar fürsorglich
Ach, was wär ich ohne dich

Danke, dass du mich regierst
Danke, dass du mich regierst
Und dass du mich nicht ignorierst



und immer noch stellt sich mir die quälende frage ob ich das denn wirklich will...

rückblick 22

wie versprochen - gute alte rockmusik

schwer cooles konzert war der TINC Auftritt am NovaRock.

jaja ich weiss - frau muh, alt werdens...früher wars noch refused, jetzt TINC

EH, EH sag ich da nur allerdings möcht ich anmerken: der hübsche dennis rockt dort aber um nix weniger...

ich werd das mal nachprüfen gehen...

The International Noise Conspiracy - Waiting for Salvation

fenster 21

diese emotionsgeladene stimmung vor weihnachten taugt mir garnicht...

sentimentalitäten wo man schaut und selber drückt einem auch alles auf die geschwellte tränendrüse

und weil ICH dieses jahr nicht in dieses grausliche "ich bin ja soaaaaarm" reinkippe widme ich mich in den tagen vor dem fest intensivst der guten alten rockmusik

los deepest - swallowed

gibts auch auf der seite der jungs zum runterladen
noch besser natürlich die ganze cd kaaafn laafn
(und falls einer von euch das dringende bedürfnis hat mich zu beschenken - die cd tät ich ungschaut nehmen und vielleicht sogar das eine oder andere bussi verteilen ;))))) )

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